Warning: Use of undefined constant ĹWP_MEMORY_LIMITĺ - assumed 'ĹWP_MEMORY_LIMITĺ' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /homepages/9/d322105062/htdocs/schuetzen/wp-config.php on line 53

Warning: Use of undefined constant ĺ256Mĺ - assumed 'ĺ256Mĺ' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /homepages/9/d322105062/htdocs/schuetzen/wp-config.php on line 53
St. Sebastianus Sch├╝tzenverein D├╝sseldorf-Niederkassel 1890 e.V. » Was bedeutet es mir Sch├╝tze zu sein- Eine Kolumne zum Nachdenken
Home > Allgemein > Was bedeutet es mir Sch├╝tze zu sein- Eine Kolumne zum Nachdenken

Was bedeutet es mir Sch├╝tze zu sein- Eine Kolumne zum Nachdenken

Was bedeutet es mir Sch├╝tze zu sein?

Diese Frage habe ich mir in den letzten Tagen immer ├Âfter gestellt. Als Ehrengast musste ich im Juni in Eller die unfassbare Nachricht von der zun├Ąchst lebensgef├Ąhrlichen Verletzung eines Sch├╝tzenkameraden zur Kenntnis nehmen.

Dieser Kamerad wurde infolge einer Handgreiflichkeit lebensgef├Ąhrlich verletzt.

Der traurigen Mitteilung folgte eine kollektive Ohnmacht des Vereins, aber auch aller G├Ąste.

Gemeinsam mit dem Vorstand, dem Pastor und den anderen G├Ąsten haben wir f├╝r den verletzten Kameraden und seine Familie ÔÇ×ein Vater unserÔÇť┬á gebetet.

 

Der Sch├╝tze, Vater des amtierenden Regimentsk├Ânigs,┬á ist am n├Ąchsten Tag seinen schweren Verletzungen erlegen.

Was ist hier passiert? Was passiert mit uns und unserer Tradition?

Wir Sch├╝tzen vertreten eine jahrhundertelange Tradition. Waren es zun├Ąchst Sch├╝tzen, die ihre Heimat sch├╝tzten, so sind es heute gerade die Sch├╝tzenvereine, die in den Stadtteilen zum kulturellen aber auch kirchlichen und caritativen Leben unverzichtbar dazugeh├Âren.

Es sind die Sch├╝tzen, die den vielen Bewohnern in den Stadtteilen D├╝sseldorfs immer wieder sch├Âne und unvergessliche Momente bescheren. Das sich dabei vorher vollkommen fremde Menschen n├Ąher kommen, ist dabei sicher nur eine sch├Âne Randnotiz.

Und das alles machen wir in unserer Freizeit, geben neben Zeit auch viel Geld daf├╝r.

Wir k├╝mmern uns darum Kinder und Jugendliche an diese Strukturen heranzuf├╝hren. Wir versuchen Verbindungen zu allen anderen ├Ârtlichen Partnern herzustellen. Und nicht zuletzt wollen wir uns auch um die ├Ąlteren Mitbewohner k├╝mmern. Wir sind f├╝reinander da. Aber vor allem wollen wir friedlich miteinander feiern.

Neben dem Sch├╝tzenfest, finden Stadtteilfeste, kirchliche Feste aber auch Martinsz├╝ge, Osterfeuer und ├Ąhnliches im Stadtteil statt.

Wir m├Âchten den Zusammenhalt aller Bewohner im Stadtteil herstellen. Wir m├Âchten allen einfach nur Freude machen.

Ich glaube, dass ich auch deswegen Sch├╝tze geworden bin.

Ich f├╝hle mich nicht als ewig gestriger, sondern als offener und zukunftsorientierter Mensch.

Wir alle sind traurig, dass ein Sch├╝tze beim H├Âhepunkt des Jahres, dem Sch├╝tzenfest, sterben musste. Wir alle sind traurig, dass diesem Tod ein Streit vorweg ging. Wir lassen uns aber auch nicht beeinflussen, diese von uns beschriebenen Ziele auch weiterhin anzustreben.

Viele, leider auch viele Ungefragte, konnten der Entscheidung des dortigen Vorstandes den Festzug und letztlich das Sch├╝tzenfest fortzusetzen nicht folgen. In Absprache mit der Familie des Betroffenen, wurde dann alles wie urspr├╝nglich geplant fortgesetzt. Und es war nicht wie immer. Es war eine gemeinschaftliche Trauer, die gro├čen Respekt verdiente.

 

Ich wei├č nicht, wie wir letztlich gehandelt h├Ątten,┬á ich wei├č aber ┬ádass wir uns nicht von Gewalt, Intoleranz┬á und sonstigen Ausw├╝chsen unsere Tradition kaputt machen lassen!

Etwas mehr Respekt und Toleranz von allen Seiten, etwas mehr Miteinander und etwas weniger Gegeneinander w├╝rde ┬áein friedliches┬á Zusammenleben aller Menschen erm├Âglichen.

 

Uns daf├╝r einzusetzen sollte ein Ziel sein. Und um diesem Ziel ein wenig n├Ąher zu kommen:

 

DAF├ťR BIN ICH SCH├ťTZE┬á GEWORDEN

 

KategorienAllgemein Tags:
  1. Frank Vossen
    30. Juli 2013, 14:26 | #1

    Dies sind die Gedanken eines/r Kameraden/in aus unserem Vorstand, die wie ich finde sehr ehrlich und emotional beschreiben, was im Kopf und Herzen des/ der Autors/Autorin vorgeht. Dieser Artikel wurde schon im aktuellen Festheft ver├Âffentlicht, verdient aber ein breiteres Publikum. Vielen Dank f├╝r diese wertvollen Worte!

    Frank Vossen

  2. Manuel Ziegner
    31. Juli 2013, 09:28 | #2

    Besser h├Ątte man es nicht sagen (schreiben) k├Ânnen. respekt an den Verfasser!

  3. J├╝rgen Sonnenberger
    31. Juli 2013, 19:06 | #3

    Meine Hochachtung. Sehr treffend und von Herzen geschrieben. Alle Werte erw├Ąhnt und die Ziele
    sowie alle sozialen Hilfen die wir als Sch├╝tzen leisten und uns selbst einbringen, getroffen.
    Herzlichen Dank f├╝r diesen sch├Ânen Bericht.

    J├╝rgen Sonnenberger
    Di├Âzesanvorstand

  4. Thomas Damm
    1. August 2013, 11:18 | #4

    Ich finde es sch├Ân, dass gerade dieser Bericht – und nicht nur hier – Beachtung findet. Nachdenken hat noch niemanden geschadet!

  1. Bisher keine Trackbacks