Pressestimmen

Rheinbote vom 10.02.2015

Niederkasseler Schützen wählen neuen Vorstand

 

Niederkassel. Aus beruflichen Gründen musste der bisherige 2. Chef des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf-Niederkassel 1890, Frank R. Vossen, auf der jährlich stattfindenden Generalversammlung im Januar aus seinem Amt zurücktreten. Bei einer notwendigen Neuwahl wurde Thomas Damm als 2. Chef in der Vereinsvorstand gewählt. Mit diesem Posten geht ebenfalls die Tätigkeit als Pressesprecher für den Verein einher.

Im September dieses Jahres wird der Verein überdies sein 125-jähriges Jubiläum feiern.
1890 trafen sich 58 Niederkasseler Bürger zum ersten Mal, um den Schützenverein und mit ihm drei Kompanien zu gründen. Heute, 125 Jahre später, hat der Verein über 250 Mitglieder in zwölf Kompanien. Für das Fest 2015 wurde ein Jubiläumsausschuss gebildet, dessen Hauptaufgabe es sein wird, alle Festlichkeiten, die mit dem Regimentsjubiläum in Zusammenhang stehen, zu planen und zu organisieren. Er besteht aus von den Kompanien entsandten Schützen, aus Vorstandsmitgliedern und dem Offiziers Corps. Zum Jubiläum bereits erschienen ist ein Kalender des Jahres 2015, der eine umfassende Mischung von Geschichten aus Niederkassel beinhaltet. Weitere Infos unter www.schuetzen-niederkassel.de.

 

 

WZ vom 09.01.2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(zum Vergrößern anklicken)

RP vom 31.01.2014

31. Januar 2014 | 00.00 Uhr

Niederkassel

Britta Damm als Schützenchefin bestätigt
Niederkassel.
Bevor nun die Karnevalisten Niederkassel vollends in den Griff bekommen, marschierten noch einmal die Niederkasseler Schützen auf. In einem festlichen Zug mit Fahnen, begleitet vom Tambourcorps, marschierten sie von Ober- nach Niederkassel, um in der St. Anna-Kirche gemeinsam mit den Oberkasseler Schützen ihr kirchliches Titularfest zu feiern.

Liturg war Dechant Michael Dederichs, der in seiner Predigt über den Namenspatron, den heiligen Sebastian, sprach. Gleichzeitig bedauerte er den Schwund an Kirchenmitgliedern in den linksrheinischen Stadtteilen. Die daran anschließende Generalversammlung der Niederkasseler Schützen beschäftigte sich ebenfalls mit dem Mitgliederstand.

Britta Damm, die seit 2006 Vorsitzende des Schützenvereins ist und erneut einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurde, sagte dazu: „Die Zahl der Mitglieder im Niederkasseler Regiment ist erfreulicherweise seit Jahren stabil.“ Mehr noch, fast ein Drittel der Mitglieder sei weniger als fünf Jahre aktiv und konnte neu für das Schützenwesen gewonnen werden. Und der zweite Vorsitzende, Frank Vossen, ergänzt: „Außerdem sind im vergangenen Jahr mehr als 20 Pagen unter 13 Jahren im Festumzug gezählt worden.“

Bei diesen positiven Vorzeichen stand außer Frage, dass der Vorstand entlastet wurde und alle zur Wahl stehenden ersten Ämter meist einstimmig wiedergewählt wurden. Frank Vossen: „Einzig Sebastian Wohlfromm stellte sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl als Geschäftsführer.“ Ihm folge Andrea Churt nach, die in der Vergangenheit bereits dem Ressort „Presse und Internet“ zugearbeitet habe.

Nach Karneval werden sich die Schützen auf ihre hohe Zeit vorbereiten, die am 27. Juli mit dem „Niederkasseler Treff“ beginnt. Vom 9. bis 12. August wird dann Schützenfest gefeiert.

Hiw

Neues Diadem für Niederkasseler Schützenköniginnen

Rheinische Post vom 09.07.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rheinische Post vom 06.07.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rheinische Post vom 19.03.2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Express 17.03.2013

15. AUFLAGE EIN VOLLER ERFOLG

Danke, ihr Dreck-weg-Helden

Rheinische Post vom 04.07.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DÜSSELDORF –

Knapp 15 Tonnen Dreck sammelten 6100 Düsseldorfer am Samstag bei der 15. Auflage des Dreck-weg-Tages der Initiative Pro Düsseldorf.

„Das ist eine tolle Bilanz und eine Steigerung der Anmeldezahlen von 20 Prozent im Vergleich zu 2012“, sagt Ingo Lentz, Vorsitzender von Pro Düsseldorf, und ergänzt: „Danke, liebe Düsseldorfer!“

In den 15 Jahren, in denen die Aktion nun schon läuft, wurden insgesamt schon 1000 Tonnen Müll eingesammelt. Das entspricht einem Gewicht von 666 Mittelklassewagen!

„Wir wollen durch die Aktion in die Köpfe der Menschen rein, denn der Dreck fällt ja nicht vom Himmel“, so Lentz. Auch Schulen und Kindergärten sind deshalb mit von der Partie und sammeln auch am Montag weiter fleißig Unrat in den Stadtteilen.

Um die unzähligen Müllsäcke zu entsorgen, waren 25 Awista-Mitarbeiter mit 10 Fahrzeugen im Einsatz, so dass am Samstagabend die Stadt „blitzsauber“ war.

Skurril waren vor allem die Funde im Kö-Graben: Neben fünf Verkehrsschildern, einer riesigen Metallplatte und einem Fahrrad wurden drei Geldbörsen ertaucht.

Diese enthielten zwar kein Bargeld mehr, dafür aber Ausweise und Kreditkarten, die genau wie Gewehrmunition vom Rheinufer, an die Polizei übergeben wurden.

 

Express Düsseldorf – 17.03.2013 – 21.47 Uhr

 

Das 7. Niederkasseler Oktoberfest im Spiegel der Presse:

Rheinische Post

Westdeutsche Zeitung

BILD Zeitung

 

Niederkassel

Böllerschüsse eröffnen das Fest

VON DENIZ KARIUS – zuletzt aktualisiert: 03.08.2012 Niederkassel (RP).

Bereits an diesem Sonntag kündigt das Herumtragen der Goldenen Mösch an, dass sich am Wochenende danach alles ums Schützenwesen dreht. Denn vom 11. bis 14. August lädt der St. Sebastianus Schützenverein Niederkassel zum Mitfeiern ein. Den Auftakt dazu macht die Veedels-Party, zu der der Zeltwirt am Freitag, 10. August, seine Gäste empfängt. Ab 20 Uhr wird dabei bei der Musik des DJs Schürzenjäger im Zelt unter der Theodor-Heuss-Brücke gefeiert.

Am Sonntag ziehen die Schützen ab 14.20 Uhr durch den Stadtteil. Für viele Anwohner ist das der Höhepunkt des Schützenfestes in Niederkassel. Foto: Thomas BußkampBöllerschüsse eröffnen am 11. August um 14 Uhr die Kirmes. Das Schießen der Pagen beginnt um 14.30 Uhr, und um 17 Uhr wird die Schützenmesse mit dem Heerdter Blasorchester und anschließender Ehrung der verstorbenen Kameraden am Ehrenmal gefeiert. Die Ansprache hält die 1. Chefin Britta Damm, und das Tambour-Corps Niederkassel, die Blaskapelle Lothar Dreier und das Fanfaren-Corps Hamm spielen den „Großen Zapfenstreich“. Ab 20 Uhr heißt es im Festzelt „Rock em Dörp – Niederkassel rockt“ mit den „Rock Classic Allstars“. Am Sonntag zieht dann ab 14.20 Uhr das Regiment durch die geschmückten Straßen Niederkassels, Parade und der Festzug schließen sich an. Nach der Krönung des Pagenkönigs und der Ehrung der Pfänderschützen folgt um 20 Uhr der Ball der Kompaniekönigspaare mit Musik von der „Palm Beach Band“ und einer Showeinlage der Rhine-Pipe-Area und Drums. Am Montag um 14 Uhr beginnt das Jungschützenkönigsschießen. Außerdem gibt es einen vom Pagencorps veranstalteten Kindernachmittag im Festzelt. Das Regimentskönigsschießen startet um 16 Uhr – der Königsschuss wird etwa für 18 Uhr erwartet. Um 20 Uhr beginnt dann der Jungschützenabend mit der Krönung des neuen Jungschützenkönigspaares und einem Showauftritt der „Swinging Funfares“. Außerdem spielen die „Audiohelden“.

Am letzten Kirmestag, Dienstag, 14. August, wird das neue Regimentskönigspaar schließlich beim Großen Krönungsball gekrönt. Zur Begleitung spielt die Roland Brüggen Partyband. Den Abschluss bildet noch einmal der Große Zapfenstreich.

Weitere Infos zum Niederkasseler Schützenverein gibt es ebenfalls im Internet unter www.schuetzen-niederkassel.de.

 

Niederkassel

Dorffest mit „Milchkännchen“

VON MONIKA GÖTZ : 31.07.2012 Niederkassel (RP).

 

Wer sich am Samstagnachmittag in oder um Niederkassel die Beine vertreten wollte, kam um einen Abstecher auf den Parkplatz An der Apfelweide nicht herum. Dort hatte der St. Sebastianus Schützenverein Niederkassel sein alljährliches Schützen-Biwak aufgeschlagen und lockte mit den „Milchkännchen“-Musikern und „Spaßjazz aus dem Rheinland“ auch Spaziergänger an, die dem Brauchtum nicht verhaftet sind.

Lisa Troschka und Christian Ufer genießen das Fest. Foto: Göttert

 

 

„Die Musik und der Bier-Geruch haben uns inspiriert“, gesteht Wolfgang Koch. Der Niederkasseler hatte Besuch vom Cousin und ließ es sich mit Petra, Ulli und Jula Schuver aus Detmold bei Bolten-Alt und Pommes gutgehen. Das tat unter anderem auch Rainer Menke, Vorsitzender der St. Hubertus-Kompanie: „Ich bin eine Niederkasseler Type und finde es gut, dass wir mitten im Dorf feiern.“ Auch der eher im Winterbrauchtum engagierte Dino Conti Mica oder Dorfschänke-Wirt Stefan Deckers ließen sich den „Niederkasseler Treff“ nicht entgehen. Allerdings fehlte das Regimentskönigspaar Heinz-Peter und Jutta Steinhauer. „Sie sind im Urlaub, um für den Endspurt des Königsjahres fit zu sein“, erzählt Schützenverein-Chefin Britta Damm lachend. Sie freute sich über das gute Wetter und den gelungenen Programm-Mix: „Hier ist für jeden etwas dabei.“ Das fand auch ihr neunjähriger Neffe Magnus. Er vergnügte sich beim Tischfußball und meinte: „Ich finde es gut, dass es an der Cocktail-Bar auch Drinks für Kinder gibt.“ Alkoholfreies aber schmeckt auch Erwachsenen. „Das ist erfrischend“, findet Karin Fennhahn, die sich einen „Caipirinha ohne“ gönnte und trotzdem beim „Ice Cream“-Song in der „Milchkännchen“-Version Lust zum Tanzen bekam. Wer aber einen Drink mit Alkohol bevorzugt, konnte sich bei Andrea Ballon und ihrem Bar-Team mit einem „Hugo“, speziell variiert für die Schützenchefin, verwöhnen: „Das ist ein leichter Drink und nicht nur für ‚Bosse‘ geeignet.“

Zum Neutralisieren alkoholischer Getränke eigneten sich die von den Kompanie-Frauen selbstgebackenen Kuchen oder eine Portion Räuberfleisch. „Ein richtig fröhliches Fest“, so die einhellige Meinung der Besucher.

 

Niederkassel

Festlicher Schützen-Auftritt

VON HEIDE-INES WILLNER UND THOMAS BUSSKAMP (FOTOS) – zuletzt aktualisiert: 16.08.2011

Niederkassel (RP). Die Niederkasseler Schützengemeinschaft hatte trotz anfänglichen Regens Glück mit dem Wetter. Heute Abend endet das Vier-Tage-Fest mit dem Krönungsball der neuen Majestäten und dem Zapfenstreich.

Düsseldorfs neues Prinzenpaar Thomas Puppe und Anke Conti-Mica freut sich über die Einladung der Schützen.

Mit drei Böllerschüssen, abgefeuert aus einer kleinen transportablen Kanone, begann der Tradition entsprechend am Samstag das Niederkasseler Schützenfest. Heinz Heger vom Artillerie-Verein Büderich 1922, begleitet von seiner Tochter Stephie, hatte den Abschuss vorbereitet. Schützenchefin Britta Damm und ihr Vize Frank Vossen sowie das amtierende Regimentskönigspaar Claudia und Günter Nießen übernahmen die Zündung der drei Kartuschen. „Das dürfen sie, wenn ein hauptamtlicher Schießmeister dabei ist“, klärt Heger auf.

Vorsichtshalber hatten sich die Protagonisten mit Ohrstöpseln ausgerüstet – und das war auch gut so. Denn der ohrenbetäubende Krach unmittelbar im Böllerbereich war so stark, dass selbst die, die darauf vorbereitet waren, erbebten. Aber die Unvorbereiteten traf es besonders hart: Die kleine Martina schrie wie am Spieß, ein Hundebesitzer schimpfte laufstark herüber und ein Autofahrer stoppte, um auf nicht sehr feine Art seinem Ärger über den erschreckenden Lärm Luft zu machen. Britta Damm versuchte, zu beschwichtigen. „Mit Böllerschüssen wird nun mal die Kirmes eröffnet“, sagte sie. „Das ist Tradition bei vielen Vereinen.“ Das Ereignis sei ja in der Zeitung angekündigt worden.

Info

Termine

Heute um 16 Uhr gibt es auf der Niederkasseler Straße eine weitere Parade. Diesmal zu Ehren des neuen Regimentskönigs, der sich gestern profilierte.

Die Krönung ist dann ab 20 Uhr im Festzelt an der Theodor-Heuss-Brücke.

Mit dem Ausklang des Schützenfestes heute Abend freuen sich die Schützen auf das nächste greifbare Ereignis. Am Samstag, 8. Oktober, ist nämlich wieder das beliebte Oktoberfest angesagt. Allerdings, so wird mitgeteilt, ist es seit Monaten schon ausverkauft.

Jedenfalls wusste nun jeder im „Dorf“, dass die Kirmes eröffnet ist, und langsam füllte sich der Festplatz neben der Theodor-Heuss-Brücke mit Leben. Neben Kinderkarussell und Autoscooter war diesmal die Ponyreitbahn Highlight der Kirmes. Die sechsjährige Maya war darüber so froh, dass sie lange vor dem Parcours ausharrte und auf die Pferde wartete, die wegen der Böllerschüsse vorsichtshalber im Pferdewagen in Sicherheit gebracht worden waren. Doch dann endlich trabten die Pferdchen an und Maya saß als eine der Ersten im Sattel, gefolgt von den Pagen der Niederkasseler, die gerade ihr Schießen um den neuen König beendet hatten. Kai Hammer und Jessica Hüttemann sind die Nachfolger von Finn Berscheidt und Constanze Hermanns.

Die Pagen sind auch Freunde. Selbst wasserdicht verpackt suchen sie Nähe und überbrücken so die lange Wartezeit.

Die Kapriolen des Wetters machten auch vor den Niederkasseler Schützen nicht halt. Denn abends wurde aus dem anfänglichen Tröpfeln der große Regen, und als der Morgen graute, schien alles in einem Wolkenbruch unterzugehen. Kein gutes Omen für den angekündigten Festzug mit stattlicher Parade. Doch dann hatte der Himmel ein Einsehen, konnte der Königstross mit Claudia und Günter Nießen an der Spitze, begleitet von Dechant Michael Dederichs und Schützenchefin Britta Damm, gefolgt vom Jungschützenkönigspaar Patrizia Eller und Julian Losberg, sich am zackigen Defilee von 300 Schützen und zehn Musikeinheiten trockenen Fußes auf der Niederkasseler Straße erfreuen.

Der imposante Aufmarsch und die wie am Schnürchen ablaufende Choreographie fand viel Beifall bei Hofstaat und Ehrengästen, darunter CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Jarzombeck, Bezirksvorsteher Rolf Tups und sein Vorgänger Wolfgang Kamper sowie Schützenschefs befreundeter Vereine.

Unter dem Motto: „Feiern da, wo Düsseldorf am schönsten ist“ haben die Niederkasseler Schützen auch in diesem Jahr wieder einiges geboten. Am Anfang stand die „Veedelsparty“, zu der jedes Jahr der Zeltwirt einlädt, gefolgt von „Rock em Dörp für Jedermann“ mit der Kultband „Porno al Forno“. Zu den Höhepunkten zählte auch der Jungschützenabend gestern, bei dem sich der Nachwuchs präsentierte. Heute endet das Vier-Tage-Fest mit der Krönung des neuen Regimentskönigspaares.

Fotos
Die Niederkasseler Fahnenschwenker-Gruppe ist im Sommer beim Festzug der Schützen, im Winter beim närrischen Umzug stets mit von der Partie.
Claudia und Günter Nießen genießen noch einmal den letzten großen Auftritt während des Festzuges mit Parade. Begleitet werden sie von Dechant Michael Dederichs (links), Schützenchefin Britta Damm (rechts) und Vize-Chef Frank Vossen (2.v.r.).
Niederkassel

Schützenbiwak im „Veedel“

VON MONIKA GÖTZ – zuletzt aktualisiert: 02.08.2011

Niederkassel (RP). Mit dem Song „Wir sind alle kleine süße Fischgesichter“ und der Feststellung „Ob du aus Niederkassel oder Oberkassel oder Garath oder Bilk bist, ist doch ganz egal“ stieg „Deutschlands beste Partyband“ in den Auftritt beim „Niederkasseler Treff“ ein.

Julia Sohn und Tanja Spiess (v.l.) freuen sich über das Fest. Foto: Göttert

„Das ist unser Hauptakt“, hatte Britta Damm die gesangsstarke Band angekündigt. Die Chefin des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf-Niederkassel 1890 war nicht nur darüber glücklich, dass das Wetter trocken blieb. Sie lobte auch den Schützenbiwak-Standort am Parkplatz An der Apfelweide und die Umsetzung des Slogans „Von Niederkassel, für Niederkassel, in Niederkassel“: „Heute sind alle hier, die unser ‚Veedel‘ lieben.“ Und alle hatten ihren Spaß.

Nachwuchs vergnügte sich

„Wir lieben die ungezwungene Atmosphäre“, so Emil Fennhahn. Er ist Kompaniekönig der Gesellschaft Reserve und genoss mit Ehefrau Karin das bunte Treiben beim „Niederkasseler Treff.“ Das tat auch Cornelia Schmalbach. Sie schlürfte einen „Touch Down“ und meint: „Der ist besonders gut.“ Offenbar haben die Exoten ihre Fans. „Die Drinks kommen alle gut an“, erzählt Andrea Ballon, die mit Rainer Herzog süffige Cocktails mixte. Selbst gebackene Kuchen und Grillspezialitäten gab’s auch, und der Nachwuchs vergnügte sich bei speziellen Aktionen. „Einfach super“, urteilten die aktuellen Majestäten Günter und Claudia Nießen, Düsseldorfs Venetia Anke Conti Mica mit Ehemann und Tonnengardengeschäftsführer Dino, Gastronom und Ratsherr Giuseppe Saitta, Dorfschänke-Wirt Stefan Deckers, Vertreter der Meuser-Familie und alle anderen Niederkasseler Treff-Besucher.

 

 

Westdeutsche Zeitung 09.08.2010

Niederkassel: 3000 Gäste bei den „Pornos“
von Helga Meister


„Röck em Dörp“ lockte die Fans unter die Nordbrücke. Währenddessen gibt es in Oberkassel Proteste wegen der dortigen Kirmes.


Düsseldorf. In glänzenden, pink-farbigen Anzügen, passend dazu rosarote Perücken, agierte am Samstag die Kultband Porno al Forno im Zelt des Wirts Karlheinz Oellers unter der Theodor-Heuss-Brücke. Die vielen jungen Fans waren begeistert. Wo sonst Grenadiere, Hubertus-Jäger oder Mitglieder des Tambour-Corps in traditionellen Uniformen den Ton angeben, ging es auf der Bühne und vor der Bühne hoch her. Die beliebte Düsseldorfer Gruppe hat in den zehn Jahren ihres Bestehens so viel Furore gemacht, dass Schützenchefin Britta Damm und Frank Vossen als zweiter Schützenchef von den schrägen Spaßmachern nicht lassen können. Die „Pornos“ traten im dritten Jahr auf. Und stets sammeln die Schützen das ganze Jahr über das nötige Geld, damit das Publikum freien Eintritt hat.


Traditionsverein lockt die neue Generation mit buntem Programm

Für 22 Uhr waren die Musiker mit den großen Sonnenbrillen und den wilden, geradezu haarsträubenden Perücken angesagt. Zu diesem Zeitpunkt fand ein Besucherwechsel im Zelt statt. Die Alteingesessenen verließen die Bierstände, während die jüngere Generation herbeiströmte. Die Nachtschwärmer kamen nicht nur aus Niederkassel, sondern aus dem gesamten linksrheinischen Raum. Einige Fans verirrten sich auch aus dem Rechtsrheinischen, unter ihnen sogar eine Staatssekretärin aus dem Finanzministerium.

Mit Veranstaltungen wie dem „Niederkasseler Treff“, dem fast jetzt schon ausverkauften „Oktoberfest“ (9. Oktober) und eben mit „Rock em Dörp“ am Kirmes-Samstag gewinnt das Brauchtum in dem einstmals verschlafenen Niederkassel neuen Schwung. Die Zeiten, da die Anlieger stolz auf ihr idyllisches „Dörp“ waren und eine Straße sogar „Beim Dorf“ nannten, sind längst vorbei. Die Straße heißt noch heute so, aber der Stadtteil liegt fest in den Händen der jüngeren Leute, die keine Bauern mehr sind, sondern Zugezogene. Sie lieben einen neuen Lifestyle und sind stets dabei, wenn Feste gefeiert werden. Das hat auch der Vorstand der Tonnengarde begriffen. Dort ist gleichfalls die Jugend im Vormarsch. Guiseppe Saitta vom Barbarossaplatz weiß das vom Saitta-Fest schon lange.

Ein Schützenfest also als Riesenparty, bei der rund 3000 Fans auftauchten, im Zelt oder davor. Britta Damm meinte stolz: „Bei uns ist es oft fast so voll wie auf der großen Kirmes. Unter der Theodor-Heuss-Brücke ist es schwarz vor Menschen.“

Die Musik-Party klang erst gegen 2 Uhr am nächsten Morgen aus. Ohne Bürgerproteste übrigens. Frank Vossen meinte gestern rückblickend: „Bei uns meckert niemand. Bei uns gibt es ja auch keine Nachbarn.“


In Oberkassel droht der Stadt eine Dienstaufsichtsbeschwerde

Anders in Oberkassel. Hier erhielt Oberbürgermeister Dirk Elbers am Montag vom „Anwohner Schutz Verein Oberkassel“ einen offenen Brief. Er richtete sich gegen die Kirmesverlängerung um einen Tag ab nächstem Jahr. Marianne Franke und Ursula Op den Berg wollen in ihrem Schreiben wissen, was die Stadt für Maßnahmen ergreift, um die zulässigen Grenzwerte für Lärmimmissionen einzuhalten. Die Verlängerung um einen Tag sei immer auch die Verlängerung für eine Nacht, in der die Nachtruhe der Anwohner durch übermäßigen Kirmeslärm gestört werde.

Der Verein droht mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Elbers und gegen Beamte des Ordnungsamtes. Man warte nur noch die Antwort auf den offenen Brief ab.


Königsschuss
Günter Nießen ist der neue Regimentskönig von Niederkassel. Der 40-Jährige, von Beruf Tischler, holte gestern die Platte herunter. Nießen ist Hauptmann der Gesellschaft Tambour-Corps, deren Mitglied er seit 1978 ist. Seit 1996 ist er verheiratet mit Claudia, der neuen Königin, die gleichfalls aus einer Schützenfamilie kommt. Ihr gemeinsamer Sohn ist Dominik.


Rheinische Post 23.05.2009



Britta Damm
Düsseldorfs mächtigste Schützin

VON ULRIKE WINTER


Düsseldorf (RP) Uniformen, Gewehre, Marschmusik: Bis heute suggerieren die Schützen ihre Tradition sei Männersache. Die Statistik sagt etwas anderes: Vier von fünf Vereinigungen im Bund der Historischen Schützenbruderschaften haben Schützenschwestern in den Reihen.

Jedes siebte der 400 000 Mitglieder ist eine Frau. Mit dem Bundesköniginnentag huldigen am Wochenende bis zu 8000 Schützen in Kerpen den versammelten 200 Würdenträgerinnen.

Was bei der Einführung des Festaktes 1956 ein großer Fortschritt war, ist für viele Schützenschwestern heute selbstverständlich. Beispiel ist da die Karriere von Britta Damm. Seit fünf Jahren steht die 45-Jährige an der Spitze der 240 Mitglieder starken Sankt-Sebastianus-Schützen von Düsseldorf-Niederkassel.

Eine Rolle, mit der sie – anders als zu ihrem Dienstantritt – in Düsseldorf nicht mehr allein ist. Zwei Schützenchefinnen zählt die Region, insgesamt werden 22 der 1300 Mitgliedsbruderschaften des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften von Frauen geleitet. „Wenn ein Verein Frauen zulässt, dann sollte er das auch auf allen Ebenen tun“, sagt Britta Damm.

Ganz oder gar nicht, alles oder nichts: So ist sie, sagt sie über sich selbst. So hat sie sich ohne Familienbonus vom Reitercorps ihres Vereins bis an dessen Spitze gearbeitet. Sicherlich kämen durch eine Chefin schon mal Themen zur Sprache, die sonst nicht besprochen würden. So werde sie vor Festlichkeiten oft auf das Thema Kleidung angesprochen. Grundsätzlich aber setze sie nicht auf ausgewiesen weibliche Fähigkeiten – „sondern nur ein bisschen Mut“. Anfangs habe das natürlich nicht alle im Verein begeistert: „Aber bei uns wird alles demokratisch beschlossen. Und dann ist es auch beschlossen“.

Die Überzeugungskraft, die sie ab und an zeigenmuss, erweise sich auch außerhalb des Vereins als nützlich, sagt die Mutter eines 23-jährigen Sohnes. Sich durchsetzen, sich behaupten, auch mal in den Männerton verfallen – das könne durchaus hilfreich sein, wenn man als Mitarbeiterin der Staatskanzlei den Terminkalender von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers organisiert.

Nur wenn es um ihre Zukunft bei den Schützen geht, beansprucht sie den Grundsatz der Geschlechtergleichheit nicht. „Ein Mann hätte sicherlich kein Problem damit, das mit 65 Jahren noch zu machen“, meint sie. „Aber wenn ich unter dem Abendkleid nur noch Gesundheitsschuhe tragen kann? Nein, danke.“

Zum Bundesköniginnentag treffen sich am Wochenende 8000 Schützen in Kerpen. Höhepunkt ist Sonntag, 11.30 Uhr, der große Festzug durch die Innenstadt.