Jahresrückblick 2016

Jahresbericht 2016

Rückblick auf das Jahr 2016 und damit das Jahr nach dem Jubiläum – es wurde zu einem Jahr der Veränderung. Doch wie Charles Darwin bereits schrieb:

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.“

Das Titularfest jedoch begann unverändert. Am 23. Januar 2016 traf sich das Regiment, um gemeinsam mit den Schützen aus Oberkassel, der Messe von Dechant Michael Dederichs zu folgen. Nach der Kranzniederlegung ging es wohl zum letzten Mal in den Pfarrsaal von St. Anna und der Wandel begann mit der Jahreshauptversammlung: So stellten sich gleich drei langjährige Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl. Unser 1. Kassierer Dieter Kamps, der für seinen unermüdlichen Einsatz bereits im letzten Jahr zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Auf ihn folgte Stefanie Pulm, die nun unterstützt vom neu gewählten 2. Kassierer Manuel Ziegner das Amt der 1. Kassiererin übernahm. Des Weiteren mussten wir auf Nils Vossen, unseren 1. Platzmeister verzichten. Sein Nachfolger wurde der bisherige 2. Platzmeister Bert Klinge. Ihm zur Seite steht ab sofort Dirk Hasenclever, der als neuer 2. Platzmeister gewählt wurde. Auch unsere 1. Chefin Britta Damm stellte sich nicht mehr zur Wahl, für Sie war schon lange klar: „Mit dem 125. Jubiläum des Vereins höre ich auf“. Zum neuen 1. Chef wurde Thomas Damm und zum neuen 2. Chef Marc Klement gewählt. Dieter Kamps, Nils Vossen und Britta Damm wurden mit dankenden Worten unter viel Applaus verabschiedet. Auch an dieser Stelle wollen wir den Dreien noch einmal für Ihren jahrelangen Einsatz zum Wohle des Schützenvereins danken!

Im Januar und Februar startete die „heiße Phase“ des Winterbrauchtums und unser Regimentskönigspaar Romina und Sebastian Marx – selbst mit ausreichend närrischen Genen ausgestattet – war auf der einen und anderen Party anzutreffen. Immer gut gelaunt, vertraten die beiden unseren Verein im Winterbrauchtum ebenso wie im Sommerbrauchtum mit viel Charme und Humor.

Der erste offizielle Schützentermin war für uns traditionell der Ball der Könige, der in diesem Jahr am 09. April 2016 stattfand – wie immer in den Rheinterrassen, organisiert von der IGDS. Eine Abordnung aus Königspaaren, Hofstaat und Vorstandsmitgliedern feierten zusammen mit den Regimentern aus den anderen Stadtteilen Düsseldorfs bis früh in die Morgenstunden.

Am 1. Mai beginnt seit einigen Jahren der öffentliche Vorverkauf der Karten für unser beliebtes Oktoberfest und er endet auch am 1. Mai – genauer gesagt, oft schon 2 Minuten, nachdem er angefangen hat. Trotz Regulierung auf 10 Karten pro Person, waren alle verfügbaren Steh- und Sitzplätze innerhalb von Minuten ausverkauft. Wir freuen uns, zeigt es doch, dass wir mit dem Oktoberfest weiterhin auf einem guten Weg sind.
Um mal wieder das Thema „Veränderung“ aufzunehmen – ebenfalls im Mai besuchten wir das Schützenfest unserer Freunde in Oberkassel und das bei absolut untypischem Sonnenschein! Eine ganz neue Erfahrung für uns 
Und die Sonne blieb uns auch beim Tag des Königs treu. Unter dem Motto „Dinner op’m Platz“ lud unser Regimentskönigspaar auf den Platz des SC West ein. Fußballgerecht dekoriert, mit großer Fußballhüpfburg und Torwandschießen warteten lange Tische auf die Gäste, um gemeinsam zu feiern, zu speisen und Spaß zu haben. Wer wollte, konnte anschließend das DFB-Pokalfinale schauen und auch wenn es für manchen nicht endete wie gewünscht, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Gekrönt wurde der Abend mit dem Feuerwerk zum Japantag, welches man von der Terrasse des SC West aus bestens erleben konnte. Ein rundum gelungener Tag, für den wir uns bei Romina und Sebastian und Ihren Helfern noch einmal herzlich bedanken möchten.

Bereits 2 Wochen später am 05.06.2016 trafen wir uns erneut bei schönstem Wetter zum Regimentsschießen in Büderich am Eisenbrand. Im Folgenden die Ergebnisse von diesem Tag:

Ergebnisse Einzelschützen:
1. Sebastian Marx, 1. Freischütz Kompanie – 57 Ringe nach Stechen
2. Felix Menke, St. Hubertus Kompanie – 57 Ringe nach Stechen
3. Thomas Nagel, Echte Fründe – 57 Ringe nach Stechen

Ergebnisse Jungschützen:
1. Robin Bätz, 1. Freischütz – 54 Ringe nach Stechen
2. Lara Berscheidt, Reitercorps – 54 Ringe nach Stechen
3. Nicole Hammer, Reitercorps – 50 Ringe

Ergebnisse Pagen:
1. Finn Berscheidt, St. Hubertus Kompanie
2. Luis Riekenbrauk, St. Hubertus Kompanie
3. Johanna Vossen, 1. Freischütz Kompanie

Ergebnisse Königspokal:
1. Günter Nießen, Tambourcourps – 57 Ringe nach Stechen
2. Eddy Marx, Gesellschaft Reserve – 57 Ringe nach Stechen
3. Thomas Damm, Otto-Weddigen-Kompanie und Sebastian Marx , 1. Freischütz 55 Ringe

Ergebnisse Kompanien:
1. Reitercorps – 266 Ringe
2. Echte Fründe – 265 Ringe
3. 1. Freischütze Kompanie – 263 Ringe nach Streichergebnis
4. Otto-Weddigen-Kompanie – 263 Ringe nach Streichergebnis
5. Tambourcorps – 263 Ringe nach Streichergebnis
6. St. Hubertus Kompanie – 259 Ringe
7. Gesellschaft Reserve – 247 Ringe
8. Fahnenschwenker – 242 Ringe
9. 3. Grenadiere – 209 Ringe

Auch an diesem Tag gab es eine kleine und vor allem positive Änderung. Um den Nachwuchs besser in den Schützenverein zu integrieren, haben sich Eltern gefunden (initiiert von Michaela Medzech), die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diese Integration voranzutreiben. So auch beim Regimentsschießen, bei dem extra eine Laser-Anlage besorgt wurde, damit auch die Pagen die Besten unter sich ermitteln konnten. Weitere Angebote, wie z.B. das Roller-Ringstechen fanden die Pagen super und haben den Tag zusammen mit den „Großen“ sehr genossen.
Gespannt auf das Wetter am 30. Juli 2016 waren wir alle – sollten wir dieses Jahr für die Durchführung unseres Biwaks mehr Glück haben? Und ja, auch beim Niederkasseler Treff blieb uns die Sonne treu und kein Sturm war weit und breit in Sicht. So trafen sich viele Schützen, Freunde, Nachbarn und Anwohner zu einem gemütlichen Tag mit Kaffee und Kuchen, Leckereien vom Grillstand und genossen Bier vom Fass oder kühle Cocktails. Die Ziele: ins Gespräch kommen, Nachbarn einbinden, Vorurteile abbauen und auf das Schützenfest einstimmen, wurden so optimal erfüllt.

Und dann war er schon da… der August. Vollgepackt mit Terminen begann der von uns Niederkasseler Schützen lang herbeigesehnte Monat. Doch sind wir nicht die ersten, die im August ihr Schützenfest feiern. Unsere Freunde aus Lörick sind eine Woche vor uns dran – und wie immer unterstützt und besucht von vielen Schützen aus Niederkassel. Das Tambourcorps und die 1. Freischütz, unsere diesjährige Königskompanie trugen die Mösch am Sonntag, den 07. August 2016 durchs Dorf bis hin nach Lörick, wo Frank R. Vossen alle Anwesenden fehlerfrei zu unserer Kirmes einlud.

Ein paar Tage später war noch deutlicher zu sehen, dass es nicht mehr lange ist bis zu unserer Kirmes. So wurde das Dorf von zahlreichen Helfern mit bunten Fähnchen bestückt und damit schützenfesttauglich hergerichtet. Jede Menge Spaß und ein gemütliches Ende auf dem Hof bei Sibylle und Manfred Bramer sind dabei garantiert.
Am 13. August 2016 stiegen dann auch schon die 126 Luftballons in den Himmel – unsere neue Eröffnungstradition, die vor allem bei den Pagen sehr beliebt ist. So werden die Ballons von den Pagen voller Stolz, angeführt vom Tambourcorps und begleitet von vielen Schützen zum Kirmesplatz getragen. Dort werden sie losgelassen, fliegen davon und damit ist die Kirmes offiziell eröffnet. Direkt im Anschluss wird dann der neue Pagenkönig oder die neue Pagenkönigin ermittelt. Dazu schießen alle Pagen, z.T. unterstützt von den Eltern am Schießwagen und der- oder diejenige mit den meisten Ringen gewinnt. Wie jedes Jahr ist die Aufregung groß, denn einen Mangel an Interesse an dem Posten als Pagenkönig/ Pagenkönigin gibt es nie und die Spannung steigt bei jedem Schuss. Gewonnen hat in diesem Jahr Paul Süßmilch von den 3. Grenadieren – begleitet von Gwen Lewald, ebenfalls von den 3. Grenadieren wird er für ein Jahr unser Pagenkönig sein. Wir wünschen den beiden ein tolles Königsjahr!

Anschließend zog das Regiment zur Kirche St. Anna, wo unsere letzte Schützenmesse stattfand, wie immer gehalten von Pastor Michael Dederichs. Es folgte die Eröffnungsansprache und die Ehrungen auf dem Kirchenvorplatz. Geehrt wurden an diesem Tag:

40 Jahre
Heinz-Peter Steinhauer – St. Hubertus Kompanie

25 Jahre
Frank R. Vossen – 1. Freischütz Kompanie
Rainer Geerts – St. Hubertus Kompanie
Bodo Kluckhuhn – Tambour-Corps Niederkassel

Und dann gab es wieder einer Neuerung: Die Pagenkrönung fand direkt im Anschluss auf dem Kirchenvorplatz statt – auf diese Weise wurde Ihnen mehr Aufmerksamkeit zuteil, so wie es die Jüngsten in unserem Verein auch verdient haben. Unser 1. Chef Thomas Damm führte die Krönung durch und das mit Bravour. Tambourcorps, Musikverein Niederaußem und Fanfaren-Corps Düsseldorf spielten den Zapfenstreich sowie unseren eigenen Niederkasseler Jubiläumsmarsch, dieses Jahr gesanglich schon von einigen mehr begleitet, als bei der Uraufführung im letzten Jahr.

Kräftig unterstützt wurden auch Porno Al Forno, die am Samstagabend wie immer eine mitreißende Bühnenshow hinlegten und das komplette Zelt zum Tanzen und Mitsingen beim „Rock im Dörp“ animierten.

Der Sonntag startete dann wieder wie gewohnt mit dem Antreten der Kompanien an den Vereinslokalen und dem Aufmarsch zur großen Parade auf der Niederkasseler Straße. Ein wundervoller Anblick, wie unsere Kompanien an dem Königshaus und den Ehrengästen vorbeimarschierten. Dank unserem Oberst Ralf Hermanns und seinen Offizieren waren auch diese Parade und der anschließende Umzug durch Niederkassel ein voller Erfolg.
Während das Schießen für unsere Ehrengäste stattfand, ermittelte das Reitercorps ihren neuen Ringsieger beim Ringstechen in der Aue direkt am Kirmesplatz. Der Abend endete mit dem Ball der Kompaniekönigspaare. Dabei wurde eine Veränderung aus dem Jubiläumsjahr übernommen und so wurden die Königspaare von Laudatoren vorgestellt. Dabei besonders in Erinnerung geblieben ist, die Gesellschaft Reserve – so stellte sich das Königspaar sogar selbst vor und das als komödiantische Höchstleistung – davon kann es gern mehr geben.

Kirmesmontag begann entspannt auf dem Hof der Familie Schmittmann, die schon seit vielen Jahren unser Schützenfest bzw. unseren Schützenverein auf vielfältige Weise unterstützen. Von da aus ging es ins Schützenzelt zum gemeinsamen Mittagessen und der zwanglosen Gratulation für das neue Pagenkönigspaar. 14 Uhr bereits begannen unsere Jungschützen mit dem Schießen auf Preis- und Königsvogel. Während dort ein Pfand nach dem anderen fiel, begrüßten wir zahlreiche Senioren, die unserer Einladung zum Niederkasseler Kaffeeklatsch gefolgt waren. Beköstigt mit leckerem Kuchen und viel Kaffee war die Stimmung ausgelassen und heiter. 16 Uhr folgten dann die Schützen den Jungschützen in den Schießstand und es wurden Pfänder vom Preis- und/oder Königsvogel geschossen. Eigentlich eine entspannte Angelegenheit, doch dieses Jahr war eine gewissen Anspannung zu spüren – sollten wir tatsächlich 2016 ohne König sein? Denn eine Meldung gab es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Doch zuerst die Jungschützen – und hier war wahrscheinlich nur eine aufgeregt und zwar Jessica Hüttemann von der St. Hubertus Kompanie – hatte Sie doch den ersten Schuss auf die Platte. Doch zielsicher holte Sie diese herunter und wurde unsere Jungschützenkönigin 2016/2017. Begleitet wird Sie von Robin Bätz aus der 1. Freischütz-Kompanie. Wir wünschen den beiden an dieser Stelle noch einmal ein grandioses Königsjahr.

Kurz vor 18 Uhr – Zeit für den Schuss des Regimentskönigs. Der Vorstand machte sich bereit, nacheinander alle Schützen aufzurufen, doch plötzlich das Zeichen – wir haben eine Meldung. Erster Schuss Thilo von Tongelen aus der Germania Kompanie. Ein Aufatmen geht durch die Reihen, es gibt einen König! Und auch er schaffte es mit dem ersten Schuss und besiegelte damit, die Germania Kompanie ist Königskompanie und Thilo unser Regimentskönig für 2016/2017. Begleitet von Claudia Niggl wünschen wir auch diesen beiden ein königliches Jahr!

Nach dieser Aufregung war erst einmal Entspannung in Form von Routine angesagt und so folgten Ringsiegerehrung, Gratulationen und Fahnenübergabe. Die Germanie Kompanie wurde dabei von vielen anderen Kompanien unterstützt, denn die Regimentsfahne ist groß und schwer – aber auch das macht einen Schützenverein aus. Die Hilfe untereinander und das niemand im Stich gelassen wird.

Was dann folgte, gehört diesmal in beide Kategorien – Tradition und Veränderung. Der Jungschützenabend startete mit der Krönung des neuen Jungschützenkönigspaares und endete mit dem Jungschützenprogramm – choreografiert und aufgeführt von unseren Jungschützen. Und was war das für ein Abschluss! Ein Meisterwerk an Tanz und Effekten, Kostümen und Requisiten, Bild- und Songauswahl. Mal romantisch, mal lustig, mal wild, mal ruhig – einfach atemberaubend!
Da können wir zu Recht sehr, sehr stolz sein auf unsere Jungschützen. Hier nochmal ein großes Dankeschön an alle Jungschützen und natürlich alle Betreuer, Helfer und Unterstützer für diesen unvergesslichen Abend.

Kirmesdienstag beginnt, diesmal ohne Änderung mit dem Antreten auf dem Kirchenvorplatz, einer etwas kleineren Parade zu Ehren des neuen Regimentskönigs und einem Umzug durch Niederkassel. Leider seit einigen Jahren mit immer weniger Publikum am Rande der Strecke…
Nach einer Pause bei Joh. Albrecht, zieht das Regiment zum Festplatz und ins Zelt ein. Dort beginnt als letzter Abend der große Krönungsball. Verabschieden mussten wir uns von Romina und Sebastian Marx, die ihr Königsjahr an diesem Tag offiziell beendeten. Vielen Dank an dieser Stelle an die beiden, die unseren Schützenverein hervorragend vertreten haben. Neu gekrönt wurde nun Thilo von Tongelen, der am Tag zuvor die Königsplatte herunter geschossen hatte.

Auch eine Überraschung sollte es an diesem Tag geben und zwar für unsere Britta Damm – nach über 20 Jahren Vorstandsarbeit und davon 11 Jahre als 1. Chefin, wurde Sie vom Oberbürgermeister Thomas Geisel höchstpersönlich ausgezeichnet und ist ab sofort Ehrenchefin in unserem Verein. Hoch verdient, nach so vielen Jahren Engagement für den Schützenverein und verbunden mit einem großen Dankeschön!
Gefeiert wurde an diesem Tag, wie auch an allen anderen Tagen zuvor, bis in die frühen Morgenstunden und vorbei war sie – die längste Nacht des Jahres von Samstag bis Dienstag bei uns in Niederkassel.

Noch im August hieß es dann Abschied nehmen von St. Anna, der Niederkasseler Kirche. Vertreten mit allen Fahnen nahmen wir am Abschiedsgottesdienst teil und wussten, die Schließung der Kirche wird die größten Veränderungen mit sich bringen.

Für unser neues Königspaar, seinen Hofstaat und den Vorstand standen noch ein paar Termine bei befreundeten Schützenvereinen in Heerdt, Hamm und Bilk auf dem Plan. In Heerdt konnte dann auf unkomplizierte Weise unsere Königin Claudia Niggl gekrönt werden, musste Sie am Kirmesdienstag doch leider arbeiten. Es gab sogar einen Blumenstrauß vom Heerdter Schützenverein – eine tolle Geste und sie zeigt, im linksrheinischen hält man zusammen.

Den Zusammenhalt kann man auch bei den Jungschützen erkennen, die sich am 10. September zum linksrheinischen Jungschützenschießen trafen. Trotz hoher Beteiligung unser Jungschützen, wurde Tobias Heckermann aus Heerdt neuer linksrheinischer Jungschützenkönig. Wir gratulieren ihm dazu und wünschen ihm ein tolles Königsjahr!

Veränderung gab es auch beim Oktoberfest – so konnten wir mit dem Innside by Melia einen neuen Partner für die Gastronomie gewinnen sowie mit den Albfetza eine neue Band. Beide haben ihren Job erfolgreich gemacht. Alle Gäste waren kulinarisch und musiktechnisch bestens versorgt und so lief auch das 11. Oktoberfest ohne große Schwierigkeiten über die Bühne. Die Gäste waren begeistert und bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen geschunkelt und getanzt.

St. Martin blieb ebenfalls nicht von Veränderungen verschont. Durch den Wegfall der Kirche und des Pfarrsaales mussten Aktivitäten, wie das Packen und Ausgeben der Tüten verlegt werden. Aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Schützenverein, allen voran Manuel Ziegner, und der Grundschule, wurden alle Herausforderungen gemeistert. Dank vieler fleißiger Helfer, Spendensammler und Unterstützer konnten die Kinder wie gewohnt mit ihren liebevoll gestalteten Laternen den St. Martin-Umzug durchführen und erhielten im Anschluss die mit vielen Leckereien gefüllten St. Martins Tüten.

Damit ging das Jahr 2016 bereits auf das Ende zu und viele weitere Veränderungen, hauptsächlich durch den Wegfall der Kirche in Niederkassel, werden in der nächsten Zeit noch auf uns zukommen. Um unser Schützenfest den Gegebenheiten anzupassen, wurde eine Projektgruppe gebildet, die sich bereits im zurückliegenden Jahr damit beschäftigt hat. Erste Entscheidungen dazu wurden bereits getroffen und weitere werden folgen.

Dass Veränderungen nicht immer negativ sind, zeigt sich am Beispiel unser Pagen und Jungschützen. Die Pagen trafen sich nicht nur zum Regimentsschießen und zur Kirmes, sondern auch bei einem eigenen Sommerfest und einer Weihnachtsfeier – liebevoll organisiert von engagierten Eltern. Unsere Jungschützen veranstalteten – bereits zusammen mit den 16 Jungschützen in Ausbildung – das traditionelle Spaghetti-Essen, besuchten den IGDS-Jungschützenball, machten gemeinsame Ausflüge und starteten bereits Ende des Jahres mit den Vorbereitungen für das Jungschützenprogramm 2017. Unter anderem mit einem Intensiv-Übungswochenende in einer Jugendherberge und weiteren regelmäßigen Proben. So konnte hier der Zusammenhalt in der letzten Zeit erheblich gestärkt werden.

Wir freuen uns auf alles, was kommt und sind schon jetzt stolz auf euch. Außerdem an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir diese positiven Veränderungen hier nennen können, denn ohne die stillen Helfer, Familien und Freunde wären Unternehmungen und Veranstaltungen so nicht möglich. Danke!

Fazit: Das Schützenjahr nach dem Jubiläum muss sich nicht verstecken. Kleine und große Veränderungen machten es zu einem besonderen Jahr, das vor allem den Zusammenhalt in unserem Verein deutlich gemacht hat. Darauf können wir stolz sein und brauchen uns, so aufgestellt, auch vor kommenden Veränderungen nicht fürchten. Wir können diese annehmen und im Sinne von Glaube, Sitte, Heimat in unseren Schützenalltag mit aufnehmen.

Verstorbene
Aus unserer Mitte verstarben 2016:
Achim Jörke – Tambourcorps
Rainer Kluckhuhn – Tambourcorps
Alfred Düvel – Gesellschaft Reserve
Werner Hansen – St. Hubertus Gesellschaft